Nach einer überaus opferreichen Bombenserie an diesem Wochenende hat der höchste schiitische Geistliche im Irak, Sistani, seine Landsleute zum Frieden aufgerufen. Sunnitische Extremisten kündigten jedoch beinahe gleichzeitig eine Ausweitung des Terrors an. iro. Erbil, 4. Februar In einem eindringlichen Appell hat sich der Grossayatollah Sistani, der höchste schiitische Geistliche im Land, am Wochenende an die Iraker gewandt und diese zu einem Ende der religiösen und ethnischen Gewalt aufgefordert. Es sei die Pflicht jedes guten Muslims, der Gewalt und den Differenzen zwischen den Glaubensrichtungen entgegenzutreten, erklärte Sistani. «Wir müssen enger denn je zusammenstehen und alle von konfessionellen Unruhen und Kämpfen Abstand nehmen», sagte der Geistliche. Ob diese Aufforderung die Schiiten, an die sich das Wort vor allem richtete, nach der verheerenden Bombenserie der vergangenen Tage und Wochen von Racheakten abhalten wird, ist indes fraglich.
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